Bereits in den 1830er Jahren prüfte man eine Bahnstrecke von Halle nach Westen, um so eine Anbindung an Kassel zu schaffen. Man entschied sich aufgrund des schwierigen Terrains aber letztendlich für die Thüringer Bahn, die Kassel über Merseburg, Weißenfels, Naumburg und Erfurt erreichbar machte. Die Strecke über Eisleben, Sangerhausen, Nordhausen und Heiligenstadt folgte daher erst in den 1860er Jahren.
In der heutigen Einheitsgemeinde befinden sich vier Haltepunkte dieser Strecke: der Bahnhof Angersdorf (früher Schlettau), die Haltepunkte in Zscherben und Teutschenthal Ost (Eisdorf) und der Bahnhof Teutschenthal. Dieser entstand an einem Industriestandort mit Teerschwelereien nahe der Königlichen Braunkohlengrube Langenbogen, zu der zudem ein abzweigendes Gleis führte. Als Passagierbahnhof wurde er notwendig nachdem man in den 1880er Jahren von hier aus eine Bahnverbindung zum Bahnhof Salzmünde und Gleise zu den dortigen Industrieanlagen schuf.
Das Bahnhofsgebäude, das sich abseits des heutigen Haltepunkts und des ehemaligen Bahnpostamtes befindet, wurde vermutlich im Jahr 1888 errichtet.