Östlich vom "Steinwegischen Thor" wurden im Jahr 1850 die beiden Siechenhäuser zum Hospital St. Georg und St. Johannis vereinigt. Zu einem der Vorgängerbauten heißt es Mitte des 17. Jahrhunderts: "das Hospital S. Georgen oder der hl. Geist, so samt der Kapellen im Kriege ganz ruiniret, doch etwas wieder erbauet worden." Ernst Ihle (1938) berichtet, die Kirche sei St. Johannis geweiht, werde aber auch Geistkirche genannt. Das könnte sich aus der Vereinigung der beiden Spitäler erklären. Heute kennt man die kleine Kirche nur als Geistkirche, so dass sich diese Behauptung schwer nachprüfen lässt.
Diese Kirche entstand 1848 bis 1850 durch den Architekten Friedrich August Ritter. Ungewöhnlich für Querfurt ist der neogotische Stil, sowie das Fehlen eines Turmes, das sich aber aus der Funktion als Hospitalskirche erklärt. Von Ritter stammt im südlichen Sachsen-Anhalt unter anderem das Rathaus in Bitterfeld, der Ausbau des Hauptschlosses von Mansfeld oder auch der Wiederaufbau der Stiftskirche auf dem Petersberg.